Artikel für den Tag Schule

TeacherTool Complete

Eine der ersten Anschaffungen, die ich zu Beginn meines Referendariats getätigt habe, war TeacherTool, die Lehrer-App für iPhone und iPad. Ich benutze die App jeden Tag zur Eingabe von Noten, vergessenen Hausaufgaben, sonstigen Klassengeschäften und generell als digitales Kursbuch.

Bisher nehme ich alle Eingaben ausschließlich über mein iPad vor. TeacherTool läuft zwar auch auf dem iPhone, die Synchronisation mehrerer Geräte ist aber (aus Datenschutzgründen) etwas umständlich.

Der Macher von TeacherTool hat die bevorstehende Veröffentlichung von TeacherTool Desktop angekündigt. Mit einem interessanten Konzept: Die mobile Version von TeacherTool wird nach wie vor die Haupapplikation sein, während die Desktop Variante nur ein Client-Programm ist, das sich die Daten vom iOS Server holt. Alle Operationen werden auf dem iPad/iPhone berechnet und auf den Desktop-Rechner übertragen.

TeacherTool Desktop wird es also nur im Komplettpaket mit TeacherTool geben, weshalb es eine neue Preisstruktur für die Programme geben wird. Das neue "TeacherTool Complete" Paket wird in Zukunft zusammen im Abo für ca. 20 Euro angeboten werden. Dafür versprechen die Entwickler regelmäßige Aktualisierungen der Apps mit neuen Features. Wer auf die Desktop Version verzichten kann, der kann nach wie vor auf einen Einmalkauf zurückgreifen, wird dafür aber nicht ganz so regelmäßig in den Genuss neuer Funktionen kommen, sondern "nur" in großeren Updates etwa alle zwei Jahre.

Ich bin gespannt, wie sich das neue Konzept auszahlt und wie sich die Desktop Version in den alltäglichen Arbeitsablauf integriert. Auch wenn ab und zu die Eingabe am Rechner praktisch wäre, fällt die meiste Arbeit mit TeacherTool nach wie vor mobil in der Schule an. Trotzdem kann ich mir vorstellen, die neue App zumindest auszuprobieren. Nicht zuletzt, um die Weiterentwicklung zu unterstützen.

Robotik ohne Einstiegshuerde - Nachlese zum IT-NRW17

Anfang April - genauer am 03.04. - war mal wieder Informatiktag. Der 16. insgesamt und diesmal war ich mit dem Kollegen Hein und einer Handvoll Ozobots vor Ort. In unserem Workshop konnten die Teilnehmer an fünf Stationen die Funktionsweise des kleinen Roboters kennenlernen und sich gleichzeitig Ideen für den Unterrichtseinsatz abholen.

Wie immer haben wir versucht den Workshop möglichst praxisnah zu gestalten und den Teilnehmern viel "Hands-on" Zeit zu ermöglichen. Daher gab es nur einen kurzen Vortrag für den Überblick und dann eine lange Arbeitsphase. Diese Art von lockerem Workshop gefällt mir persönlich am besten, da man Zeit hat, sich mit den Teilnehmern auszutauschen. Auf der anderen Seite wird das nicht immer den Erwartungen der Besucher gerecht, vorgefertigte Unterrichtsrezepte für den Praxiseinsatz zu bekommen.

Das Feedback war bisher ganz gut. Wir hatten zwei nette Workshops mit motivierten Teilnehmern. Unser Ziel, andere Lehrkräfte für den Ozobot zu interessieren haben wir wohl erreicht.

Ich hoffe nächstes Mal auch wieder Stoff für einen Workshop zu finden, wobei ich auch gerne mal wieder als Teilnehmer die ein oder andere Inspiration bekommen würde. Jedenfalls dürfte die Vorbereitung im nächsten Jahr etwas einfacher werden. Als ich Ende des letzten Jahres den Ozobot Workshop angemeldet hab, habe ich vielleicht etwas unterschätzt, wie viel Zeit ich neben dem Referendariat noch zum Vorbereiten haben würde.

Auf jeden Fall freue ich mich aufs nächste Mal. Auch wenn der Informatiktag eine vergleichsweise überschaubare Veranstaltung ist, ist es doch immer lohnenswert hinzufahren.

Bild: EVOLLVE, INC

Be-greifbare Interaktionen im Informatikunterricht – Nachlese zum ITNRW16

Am Montag fand der 15. Informatiktag NRW statt. Diese Jahr war die TU Dortmund Veranstaltungsort. Nachdem ich letztes Jahr aushilfsweise einen Workshop zu Möglichkeiten der Umsetzung des Inhaltsfeldes Informatik, Mensch und Gesellschaft in der angeboten hatte, war ich dieses Mal mit einem eigenen Workshop vor Ort. Zusammen mit einem unserer (mittlerweile ehemaligen) Studenten haben wir das Ergebnis seiner Examensarbeit vorgestellt. Dabei ging es um die Einbettung des Themas „Be-greifbare Interaktionen“ im Informatikunterricht. Neben allgemeinen Hinweisen wollten wir vor allem die Scratch Erweiterung Scratch4TUIO demonstriert, mit der solche alternativen Interaktionskonzepte leicht in die Scratch-Plattform integriert werden können. Vortrag zu Scratch4TUIO Das Feedback nach den beiden Workshops war überwiegend positiv (auch wenn es sich wie immer nicht vermeiden ließ, dem ein oder anderen die Stimmung zu vermiesen, weil an einer Stelle tatsächlich die Kommandozeile/Eingabeaufforderung genutzt werden musste oder weil wir tatsächlich eine installierte Java-Runtime vorausgesetzt haben). Es war spannend, die Erweiterung im Einsatz zu sehen und mit den Teilnehmern kreativ zu arbeiten. Am Ende konnten hoffentlich nicht nur die anwesenden Lehrpersonen Anregungen für Ihren Unterricht mitnehmen, sondern auch wir konnten viele Ideen für die weitere Beschäftigung mit dem Thema sammeln.

Wer interesse am Workshop hat findet unter tinyurl.com/itnrw16-s4t eine Liste der relevanten Links, unter anderem auch der Folien zum Vortrag. Weitere Infos zur Erweiterung Scratch4TUIO gibt es auf der offiziellen Seite oder in der Informatik-Box.

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